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Pressemitteilungen

05.09.2011 // Rückkehr zu „Ullas“ Gesundheitspolitik?

Winn: Statt Konzepten gegen den Ärztemangel Kassen-Demagogie und politische Drohgebärden

Mit Sarkasmus und scharfer Kritik hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Hon.-Prof. Dr. Kuno Winn, auf den Vorstoß der Regierung reagiert, künftig Ärzte mit Honorarkürzungen zu bestrafen, deren Patienten angeblich zu lange auf Behandlungstermine warten müssen. "Das ist auf übelste Weise Ulla-reloaded", sagte Winn heute in Berlin. In Kombination mit den demagogischen Attacken der Krankenkassen wegen angeblich zu geringer Arbeitszeiten der Ärzte fühle man sich an die "finstersten Zeiten" Schmidtscher Gesundheitspolitik erinnert. Angesichts der nun gegen die Ärzte gefahrenen Attacken entlarve sich die im Versorgungsgesetz bisher formulierte Anerkennung des Ärztemangels als bodenlose Scheinheiligkeit, so Winn. Statt das Problem des Ärztemangels wirkungsvoll anzupacken, habe man sich – offenbar auf Initiative der CDU – dazu entschieden, wie in den "guten alten Zeiten" gemeinsam mit den Krankenkassen Ärztinnen und Ärzte in die Zange zu nehmen. "Es ist schon ein Schelm, wer Böses dabei denkt, wenn am  Wochenende die AOK auf völlig unseriöser Datenbasis die Arbeitszeit von Ärzten herunter rechnet, während pünktlich am Montagmorgen Pläne für Strafmaßnahmen gegen Ärztinnen und Ärzte in die Öffentlichkeit gelangen", sagte Winn.

Die von der AOK ins Feld geführte "Vereinbarung über 51 wöchentliche Arbeitsstunden" bezeichnete Winn als gezielte Volksverdummung. Diese 51 Stunden seien lediglich die Kalkulationsbasis für den Bewertungsmaßstab ärztlicher Leistungen, die allerdings ursprünglich mit einem Punktwert von 5,11 Cent bemessen seien. „Warum verschweigt die AOK, dass dieser Punktwert in der Realität nur 3,5 Cent beträgt?", so Winn. Neben dieser Abwertung seien in den letzten Jahren viele ehemals Einzelleistungen in Pauschalen „versenkt“ worden. Dazu käme, dass viele Ärzte wegen der ohnehin nicht mehr honorierten Behandlungen oberhalb einer bestimmten Grenze ihre Leistungen nicht mehr abrechnen.

"Die ungeheure Komplexität des Honorarsystems wird von den Kassen ausgenutzt, um immer wieder platt und demagogisch gegen die Ärzte ins Feld zu ziehen", sagte Winn. Dass die Politik diese Spielchen inzwischen offensichtlich wieder mitmache, lasse für die Zukunft Böses befürchten. „Ich habe unverzüglich das Gespräch mit Gesundheitsminister Bahr gesucht. Ich werde ihm deutlich machen, dass wir uns diesen Stil nicht gefallen lassen werden“, so Winn abschließend.

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