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Rechtsprechung

06.12.2013 // BSG-Urteil II

Abrechnung nachstationärer Leistungen: Ambulant geht vor stationär

Kliniken dürfen nachstationäre Behandlungen nicht im Rahmen der DRG abrechnen, wenn die betreffenden Leistungen auch ambulant hätten erbracht werden können (Az.: B 1 KR 51/12 R). Im konkreten Fall hatte die Uniklinik Rostock acht stationäre und sieben nachstationäre strahlentherapeutische Leistungen über DRG für mehr als neun Bestrahlungen abgerechnet.

Da die nachstationär erbrachten Bestrahlungen jedoch keiner stationären, sondern lediglich vertragsärztlicher Leistungen bedurft hätten, um die Versicherte nach ihrer Entlassung zu versorgen, und eine stationäre Behandlung der Versicherten mithin nicht mehr erforderlich war, konnte die Klinik die nachstationär erbrachten Leistungen auch nur im Rahmen ihrer Ermächtigung erbringen und abrechnen. Die stationär erbrachten Bestrahlungen könne sie nur als Fallpauschale für weniger als zehn Bestrahlungen abrechnen, so das BSG. (stp)

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