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Rechtsprechung

14.08.2015 // Bundesdatenschutzbeauftragte kritisiert Krankenkassen

MDK-Unterlagen direkt an den MDK schicken!

Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationssicherheit (BfDI), Andrea Voßhof, stufte in ihrem 25. Tätigkeitsbericht die Sammlung personenbezogener Daten und sensibler Personaldaten durch die Krankenkassen als höchst problematisch ein. Vielfach würden Daten sogar ohne gesetzliche Grundlage erhoben.

In diesem Zusammenhang stand auch das so genannte „Umschlagsverfahren“ in der Kritik Voßhoffs. Dabei schicken Ärztinnen und Ärzte auf Anforderung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) ärztliche Unterlagen in zwei Umschlägen an die Krankenkassen; wobei der MDK-Umschlag verschlossen ist und von den Kassen an den MDK weitergeleitet werden soll. Eine Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben ist durch ein solches Vorgehen jedoch keineswegs gesichert, so die BfDI. Vielmehr hätten Kontrollen ergeben, dass sogar Unterlagen vom MDK an die Kassen zur dortigen Ablage zurückgeschickt würden. Ärztinnen und Ärzten wird dringend geraten, vom MDK angeforderte und für diesen bestimmte Unterlagen direkt und ohne Umwege über die Kassen an den MDK zu versenden. (sha)

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