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Rechtsprechung

22.03.2013 // BFH-Urteil

Praxis-Teilverkauf steuerlich begünstigt

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sich in einem Urteil mit der Teilbetriebsveräußerung beschäftigt. Für Ärzte können sich dadurch steuerliche Vergünstigungen bei einem Teilverkauf ihrer Arztpraxis ergeben.

Eine Teilpraxis liegt dann vor, wenn sich die freiberufliche Arbeit entweder auf verschiedene Tätigkeiten mit unterschiedlichem Patientenstamm erstreckt oder wenn gleichartige Tätigkeiten an verschiedenen Standorten ausgeübt werden. Um die steuerlichen Vergünstigungen beanspruchen zu können, war es bislang notwendig, dass ein Tätigkeitsfeld vollständig aufgegeben oder nicht mehr in dem bisherigen räumlichen Wirkungskreis ausgeübt wird.

Nun hat der BFH seine Forderung, die Tätigkeit im „räumlichen Wirkungskreis“ einzustellen, gelockert: Das Gericht hält eine Überschneidung des räumlichen Wirkungskreises der veräußerten und der weitergeführten Praxis dann für unschädlich, wenn die freiberufliche Praxis gesondert erworben und anschließend bis zur Veräußerung unverändert fortgeführt wurde. Diese Entscheidung hat für Ärzte beispielsweise in den Fällen Bedeutung, wo ein erworbener (Zweig)Praxisstandort wieder abgegeben werden soll. Unternehmerische Ärzte haben damit leichter die Möglichkeit, Zweigpraxen zu erwerben und entweder erfolgreich zu etablieren oder wieder zu verkaufen.

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