pageUp
  

Rechtsprechung

17.07.2014 // BSG ermöglicht flexiblere Nachbesetzung

Psychologischer Psychotherapeut darf psychotherapeutisch tätigem Arzt folgen

Die Stelle eines psychotherapeutisch tätigen Arztes kann auch mit einem psychologischen Psychotherapeuten nachbesetzt werden. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschieden (Az.: B 6 KA 23/13 R).

Geklagt hatte ein Medizinisches Versorgungszentrum, dem der Zulassungs- und Berufungsausschuss die gewünschte Nachbesetzung nicht genehmigte. Die zuständigen Sozial- und Landessozialgerichtes hatten den Ausschuss allerdings schon zur Genehmigung verurteilt. Zur Begründung führten die Richter unter anderem an, dass das Tätigkeitsspektrum psychotherapeutisch tätiger Ärzte und psychologischer Psychotherapeuten weitgehend übereinstimme. Zudem werde der in der Bedarfsplanung festgelegte Mindestanteil von 25 Prozent psychotherapeutisch tätiger Ärzte durch die Nachbesetzung im konkreten Fall nicht unterschritten.

Das BSG folgte dieser Argumentation. Wenn der psychotherapeutisch tätige Arzt und der psychologische Psychotherapeut derselben Arztgruppe im Sinne der Bedarfsplanung angehören, stelle dies keinen hinreichenden Grund dar, die Genehmigung zu verweigern.

Werden Sie Mitglied!

Es gibt viele gute Gründe für eine Mitgliedschaft im Hartmannbund – dem Verband für alle Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierende.

 

Erfahren Sie mehr!