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Pressemitteilungen

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18.04.2013 // Hartmannbund unterstützt PJ-Protestaktion an Frankfurter Uni

Otte: „Kliniken dürfen ihre PJ-Studierenden nicht wie billige Arbeitskräfte behandeln“

Mit Blick auf die für morgen angekündigte studentische Protestaktion an der Medizinischen Fakultät der Universität Frankfurt fordert der Hartmannbund die deutschen Universitätskliniken und Lehrkrankenhäuser auf, ihre PJ-Studierenden endlich entsprechend der Möglichkeiten der neuen Approbationsordnung zu entlohnen. „Die Kliniken dürfen ihre PJ-Studierenden nicht wie billige Arbeitskräfte behandeln und für einen Vollzeitjob nicht wenig bis überhaupt keine Vergütung zahlen“, sagt Kristian Otte, der Vorsitzende der Medizinstudierenden im Hartmannbund. „Dabei sind die Frankfurter Krankenhäuser mit ihren 0 Euro kein Einzelfall“, verweist Otte auf eine aktuelle Erhebung des Hartmannbundes. Rund 30 Prozent von knapp 1000 befragten PJ-Studierenden geben an, keine PJ-Vergütung erhalten zu haben. Weitere 30 Prozent haben bis zu 300 Euro erhalten und etwa 25 Prozent bis zu 400 Euro. Die mehr als 30 angegebenen PJ-Standorte, an denen keine Aufwandsentschädigung gezahlt wurde, verteilen sich dabei auf ganz Deutschland.

„Unsere Abfrage lässt erahnen, dass es um die PJ-Vergütung in Deutschland schlecht bestellt ist“, so Otte. Es sei nicht mehr nachzuvollziehen, dass PJ-Studierende vielerorts maßgeblich am reibungslosen Stationsablauf beteiligt sind, aber im Gegenzug deren Arbeit nicht gebührend gewürdigt werde. Um hier endlich eine Lanze zu brechen, werde sich der Hartmannbund für die Einführung einer bundesweit einheitlichen PJ-Vergütung in Anlehnung an die zum 1. April eingeführte monatliche Maximal-Vergütung in Höhe von 597 Euro einsetzen. „Diese Summe muss Maßstab für alle Kliniken in Deutschland werden, denn das Arbeitspensum der PJler ist überall gleich hoch.“ Otte kündigt in diesem Zusammenhang studentische Aktionen an und weiß dabei die Mehrheit der Hartmannbund-Medizinstudierenden hinter sich. Allein 88 Prozent der 6000 Teilnehmer einer kürzlich durchgeführten Blitzumfrage zur „PJ-Vergütung“ haben sich für die vom Hartmannbund geforderte Einführung einer bundesweit einheitlichen PJ-Vergütung ausgesprochen. Den Frankfurter Studierenden gibt Otte mit auf den Weg: „Kämpft für eine PJ-Vergütung in Frankfurt, ihr habt sie verdient!“