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Wo die Landarztquote kommt ...

Wo die Landarztquote kommt ...

IN DIESEN LÄNDERN STEHT SIE UNS (VORAUSSICHTLICH) BALD INS HAUS

Seit der Veröffentlichung des „Masterplan Medizinstudium 2020“ ist klar, dass die Landarztquote kommen wird – nicht verpflichtend, aber optional. Wo sie bereits beschlossen wurde und wo sie uns voraussichtlich bald ins Haus steht, zeigt unsere kleine Übersicht.

Als erstes Bundesland führt Nordrhein-Westfalen eine Landarztquote im Medizinstudium ein. In einem ersten Schritt sollen 7,6 Prozent der Medizinstudienplätze außerhalb des sonstigen Vergabeverfahrens an Bewerber gehen, die sich vertraglich verpflichten, nach Abschluss ihrer Ausbildung für zehn Jahre in einer unterversorgten Region als Hausarzt zu arbeiten, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bei der Vorstellung seines Gesetzentwurfs.

Im Freistaat Bayern hat der Ministerrat die Landarztquote für Medizinstudenten auf den Weg gebracht. Ab dem Wintersemester 2020/21 seien bis zu 5,8 Prozent aller Medizinstudienplätze pro Semester für Studenten reserviert, die später als Hausärzte auf dem Land arbeiten wollen.

Nach Nordrhein-Westfalen hat nun auch Rheinland-Pfalz als zweites Bundesland eine Landarztquote beschlossen. Geregelt wird die Quote im „Landesgesetz zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in ländlichen Regionen des Landes Rheinland-Pfalz“, das vom Landtag abgesegnet wurde.

Sachsen-Anhalt reserviert an den Universitäten ab dem Wintersemester 2020 in Magdeburg und Halle Studienplätze für angehende Landärzte. Ein entsprechendes Gesetz wurde nun vom Landtag in Magdeburg verabschiedet.  

Auch die „frisch gekürte Jamaika-Koalition“ in Schleswig-Holstein (CDU, FDP, Grüne) ist mit im Boot. Laut Koalitionsvertrag ist eine Landarztquote geplant. Wie in Nordrhein-Westfalen sollen ebenfalls zehn Prozent der Studienplätze Studierenden vorbehalten sein, die nach ihrem Medizinstudium in unterversorgten Regionen in Schleswig-Holstein arbeiten möchten. Geplant ist außerdem die Einführung eines Landesstipendiums zu einem ähnlichen Zweck.

Niedersachsen prüft derzeit noch, ob eine Landarztquote eingeführt werden kann. Aktuell besteht keine Einigkeit innerhalb der rot-schwarzen Landesregierung. Geplant sei eine Quote von zehn Prozent. Die SPD möchte sie einführen, die CDU ist dagegen.

Sachsens Regierung hat circa zwei Monate vor der Landtagswahl die Landarztquote beschlossen. Die Mittel für die 100 neue Studienplätze, die an den Universitäten in Dresden und Leipzig entstehen sollen, stehen unter dem Vorbehalt, dass Finanzminister Matthias Haß (CDU) sie bewilligt.

Im Saarland sollen bereits Pläne existieren, zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Zulassungskriterien für das Medizinstudium zu ändern und eine Landarztquote einzuführen. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich zur Einführung einer Landarztquote für Bewerber um einen Medizin-Studienplatz bekannt.

Das Kabinett in Mecklenburg-Vorpommern bringt Landarztquote fürs Medizinstudium auf den Weg:  Ab dem Wintersemester 2021 soll jeder zehnte Medizin-Studienplatz für Bewerber reserviert werden, die nach ihrem Studium mindestens zehn Jahre als Landarzt im Nordosten arbeiten wollen.

Im Kampf gegen den Hausarztmangel in Baden-Württemberg fordert CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart die Einführung einer Landarztquote von bis zu zehn Prozent bei der Studienplatzvergabe. Doch der grüne Koalitionspartner hält davon nicht viel.

In Hessen haben sich CDU und Grüne auf eine Fortsetzung ihrer Regierungszusammenarbeit geeinigt und einen neuen Koalitionsvertrag vorgelegt. Auf etwa zehn der 192 Seiten des Koalitionsvertrags geht es um das Thema Gesundheit. Großen Raum nimmt dabei die ärztliche Versorgung auf dem Land ein. Dies setzt bereits im Studium an: Zunächst sollen die Zahl der Medizinstudienplätze erhöht, eine Landarztquote eingeführt und Stipendien für künftige Landärzte gefördert werden.

Der Ausschuss Medizinstudierende im Hartmannbund hat sich klar gegen die Einführung einer solchen Landarztquote stark gemacht. 

Wir reden mit …

… beim Medizinstudium der Zukunft! Am "Masterplan Medizinstudium 2020" der Bundesregierung arbeiten wir aktiv mit. Dabei haben all jene, die sich dazu in unserer Umfrage geäußert haben, einen wesentlichen Anteil.

Zu unseren Positionen ...