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Presse

24.09.2018 // Beschluss Landeskrankenhausplan Sachsen

Lipp: Aufstockung der Krankenhausinvestitionen wichtiges Signal für sächsische Kliniken

Vor einigen Tagen hat die Landesregierung den neuen Krankenhausplan beschlossen. Sachsen will den Etat für Krankenhausinvestitionen um insgesamt 50 Millionen Euro aufstocken, so dass künftig pro Jahr 125 Millionen Euro zur Verfügung stehen würden. Dies sei in jedem Fall ein gutes Signal und ein vernünftiger Schritt für die weitere gute medizinische Versorgung der sächsischen Bevölkerung, äußert sich der Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes Sachsens, der Allgemeinmediziner Dr. med. Thomas Lipp.

Gleichzeit dürfe man aber vor dem Hintergrund steigender Kosten und im Interesse der Solidargemeinschaft aller Versicherten nicht versäumen, die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen im Ganzen im Blick zu behalten. „Wir brauchen eine gute Vernetzung von niedergelassenen Ärzten und Kliniken und wir brauchen informierte Patienten, die wissen, wann Sie in welchem Versorgungspfad gut aufgehoben sind“, so Lipp und verweist in diesem Zusammenhang auf die bekannte Problematik der häufigen Fehlinanspruchnahme von Notfallambulanzen.

Hier müssen nicht nur Patienten geleitet, sondern ganz besonders auch die Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken vor zu hohen Arbeitsbelastungen geschützt werden. Sehr wichtig sei es daher, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu stärken, um langfristig zu einer guten Patientensteuerung zu gelangen.

„Kann ein Patient ambulant versorgt, soll dies durch einen niedergelassenen Arzt oder niedergelassene Netzstrukturen erfolgen, denn dies ist nicht nur kostengünstiger, sondern in der Regel auch durch die Wohnortnähre vom Patienten gewünscht“, gibt Lipp zu bedenken. Daneben sollten auch für die Gesetzliche Krankenversicherung weitere Steuerungsmechanismen geprüft werden wie die Öffnung der Tarife, Wahlmöglichkeiten und Selbstbehalt.