ePA stärken: Ambulanter Sektor ist digitaler Vorreiter

Die elektronische Patientenakte (ePA) wird je nach Sektor immer noch unterschiedlich intensiv genutzt: Nach aktuellen Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) können erst 26 Prozent der deutschen Krankenhäuser die digitale Patientenakte im gesamten Klinikbereich einsetzen. Im ambulanten Bereich sind die Zahlen nach Angaben der KBV höher, hier nutzen sie etwa 80 Prozent der Praxen.

Der Arbeitskreis „Ambulante Versorgung“ im Hartmannbund begrüßt die positive digitale Entwicklung der Arbeitsprozesse im Sektor, etwa bei der ePA aber auch bei der Kommunikation im Medizinwesen KIM. „Die Ärztinnen und Ärzte im ambulanten Bereich haben die Vorgaben in den vergangenen Jahren sehr gut umgesetzt“ sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Dr. Marco J. Hensel. „Patientensicherheit, Versorgungsqualität und Effizienz sind dadurch deutlich verbessert worden.“

Der Arbeitskreis des Hartmannbundes fordert alle Partnerinnen und Partner in der Patientenversorgung wie Krankenhäuser, Krankenkassen, Deutsche Rentenversicherung u. a. dazu auf, die Vorgaben des § 347 SGB V zur Nutzung von KIM konsequent zu erfüllen. Darüber hinaus sei es das erklärte Ziel, eine versorgungsverbessernde Digitalisierung zu nutzen, um Bürokratie spürbar abzubauen. Dazu gehören aus Sicht des Arbeitskreises beispielsweise die verbindliche Hinterlegung der Zuzahlungsbefreiung auf der elektronischen Gesundheitskarte.

„Es ist in unser aller Interesse, digitale Neuerungen wie die ePA oder KIM im Sinne der bestmöglichen und reibungslosen Patientenversorgung zu implementieren – sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor. Dafür müssen sie umsetzbar, nutzbar und sicher sein“, so Dr. Hensel.