Nordrhein-Westfalen droht hausärztliche Unterversorgung besonders

2024 wären rund 20 Prozent der Landkreise hausärztlich unterversorgt, heißt es in einer Studie des IGES-Instituts für die Robert-Bosch-Stiftung. Weitere 15 Prozent lägen nur knapp über dem Grad der Unterversorgung (75 bis 80 Prozent). Besonders stark betroffen wären demnach Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Generell gebe es in ländlichen Gebieten mehr Probleme als im großstädtischen Bereich.

Aktuell seien bundesweit bereits acht Prozent der Sitze unbesetzt. Zwar gebe es seit einigen Jahren den Trend, dass sich mehr junge Ärztinnen und Ärzte für eine Tätigkeit im hausärztlichen Bereich entscheidet. Doch das reicht nicht aus, um die große Menge an Ärzten, die sich in den Ruhestand verabschieden, auszugleichen. Denn das Durchschnittsalter sei in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Jeder dritte Hausarzt war 2025 60 Jahre oder älter. Der Anteil der über 65-Jährigen lag bei 16,5 Prozent. Bis zum Jahr 2040 würden mehr als die Hälfte der Hausärzte – rund 28.300 – altersbedingt ausscheiden. Demgegenüber würden aber nur rund 25.700 Nachwuchsärzte – inklusive zugewanderter Ärzte – an der hausärztlichen Versorgung teilnehmen.