Ärztekammerwahl Hamburg: Hartmannbund zieht mit 2 Sitzen in die Delegiertenversammlung ein

Mit einem um knapp 50 Prozent gesteigerten Stimmenanteil gegenüber 2022 hat der Hartmannbund Hamburg seine beiden Sitze in der Delegiertenversammlung souverän behauptet. In der kommenden Wahlperiode setzt der Landesverband auf bessere Arbeitsbedingungen, starke Weiterbildung und eine zukunftsfähige Patientenversorgung.

Hamburg, 19. Oktober 2026. Der Hartmannbund Hamburg wird auch in der kommenden Wahlperiode mit zwei Sitzen in der Delegiertenversammlung der Ärztekammer Hamburg vertreten sein. Bei der Ärztekammerwahl 2026 erreichte die Liste 7 „Hartmannbund – Stark durch Vielfalt“ nach dem vorläufigen Wahlergebnis 3,65 Prozent der Stimmen und konnte damit ihre beiden bisherigen Mandate verteidigen. Gewählt wurden Prof. Dr. Volker Harth und Dr. Arso Zahir-Akkra. Der Landesverband bedankt sich bei allen Wählerinnen und Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen.

„Gerade angesichts der aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen braucht es eine starke ärztliche Selbstverwaltung, die die Interessen der Kolleginnen und Kollegen entschlossen vertritt. Steigender wirtschaftlicher Druck, zunehmende Bürokratie und tiefgreifende Reformen im Gesundheitswesen stellen die Ärzteschaft vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass ärztliche Expertise bei politischen Entscheidungen gehört wird und die tatsächlichen Versorgungsbedingungen im Fokus stehen“, erklärt Dr. Clemens Rust, Vorsitzender des Hartmannbund-Landesverbandes Hamburg.

Für die kommende Wahlperiode setzt sich der Hartmannbund insbesondere für faire Arbeitsbedingungen, eine verlässliche und qualitativ hochwertige Weiterbildung sowie mehr Zeit für die Versorgung von Patientinnen und Patienten ein. Mit Blick auf den Hamburger Krankenhausplan 2027 wird es zudem entscheidend sein, die Auswirkungen der geplanten Veränderungen auf die ärztliche Weiterbildung und die sektorenübergreifende Versorgung frühzeitig zu berücksichtigen. Als Gesundheitsmetropole übernimmt Hamburg auch für das Umland eine wichtige Versorgungsfunktion. Krankenhausplanung darf deshalb nicht an Landesgrenzen enden, sondern muss länderübergreifend gedacht werden.

Ein weiteres Anliegen ist die Stärkung des Dialogs zwischen der Ärztekammer und ihren Mitgliedern. Verwaltungsverfahren sollen transparenter, die Kommunikation verbindlicher und digitale Angebote stärker an den Bedürfnissen der Ärzteschaft ausgerichtet werden. Zugleich will sich der Hartmannbund für eine moderne, familienfreundliche und vielfältige ärztliche Selbstverwaltung einsetzen.

Wie eng die zukünftige Versorgungsstruktur mit den Arbeitsbedingungen und der Qualifizierung des ärztlichen Nachwuchses zusammenhängt, betont auch Prof. Dr. Volker Harth, Vorstandsmitglied des Hartmannbundes Hamburg und Ordinarius für Arbeitsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf:

„Die aktuelle Debatte um die GKV-Finanzierung zeigt, dass Sparmaßnahmen nicht losgelöst von ihren Folgen für die Versorgung betrachtet werden dürfen. Aus arbeitsmedizinischer Sicht müssen wir insbesondere die Arbeitsbedingungen der Ärztinnen und Ärzte im Blick behalten. Wenn Weiterbildung und Niederlassung zunehmend unattraktiv werden, gefährdet das langfristig auch die Versorgungssicherheit. Der Hamburger Krankenhausplan 2027 muss deshalb Versorgungsqualität, gute Arbeitsbedingungen und die Förderung des ärztlichen Nachwuchses gemeinsam berücksichtigen. Diese Perspektive wollen wir in die Arbeit der Ärztekammer einbringen“, so Harth.