Der Hartmannbund Landesverband Berlin und der Berliner Apotheker-Verein wollen die Gesundheitsversorgung in Berlin gemeinsam krisenfester machen. Die Vorstände beider Verbände haben dazu eine gleichlautende Resolution verabschiedet und setzen damit ein wichtiges Zeichen für die Zusammenarbeit.
Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen und einer zunehmenden Bedrohung durch hybride Kriegsführung braucht Berlin eine Gesundheitsversorgung, die auch in Krisen funktioniert. Dafür müssen Politik, Ärzteschaft und Apothekerschaft gemeinsam vorsorgen – mit klaren Zuständigkeiten, verlässlichen Abläufen und einer gesicherten Finanzierung.
Ärzteschaft und Apothekerschaft wollen künftig stärker zusammenarbeiten und die Synergien zur Krisenprävention und Krisenbewältigung nutzen. Was lange zu oft als Gegeneinander oder als Konkurrenz um Zuständigkeiten betrachtet wurde, soll zu einem Miteinander werden, bei dem beide Seiten ihre jeweiligen Stärken einbringen. Ärztinnen und Ärzte sichern die medizinische Versorgung, Apothekerinnen und Apotheker sind wohnortnah erreichbar und gewährleisten den Zugang zu Arzneimitteln – gemeinsam können sie die Versorgung auch in Krisenzeiten robuster aufstellen.
Diese gemeinsame Haltung ist ein wichtiger Schritt: Nicht die Abgrenzung der Berufsgruppen, sondern ihre Zusammenarbeit muss im Mittelpunkt stehen, denn sie kann eine Win-Win-Situation sein. Gerade in einer Krise ist es entscheidend, dass die vorhandenen Ressourcen zusammenwirken und nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Besonders dringlich ist es, dem fortschreitenden Praxis- und Apothekensterben entgegenzuwirken. Denn eine dichte ambulante und wohnortnahe Versorgungsstruktur ist nicht nur im Alltag unverzichtbar, sondern ein zentraler Bestandteil der Krisenvorsorge.
Mit ihrer gemeinsamen Resolution fordern der Hartmannbund Landesverband Berlin und der Berliner Apotheker-Verein den Senat und die Bezirke deshalb auf, gemeinsam mit Ärzteschaft und Apothekerschaft eine umfassende Resilienzstrategie für das Berliner Gesundheitswesen zu entwickeln.
Die Resolution knüpft an das im vergangenen Monat veröffentlichte Positionspapier „Berlin krisenfest machen: Gesundheitsversorgung vor Ort stärken“ an und übersetzt dessen zentrale Forderungen in einen konkreten politischen Handlungsauftrag.
Das Positionspapier finden Sie unter folgendem Link:
https://www.hartmannbund.de/wp-content/uploads/2026/07/2026_07_01_Positionspapier-Berlin-krisenfest-machen.pdf