Ob Cyberangriffe auf Krankenhäuser, Pandemien oder ein Verteidigungsfall im NATO-Bündnis: Die Frage, wie krisenfest das deutsche Gesundheitssystem künftig aufgestellt sein muss, ist längst keine theoretische mehr. Auf der Landesdelegiertenversammlung des Hartmannbundes Westfalen-Lippe in Münster sprach Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr und Stellvertreter des Befehlshabers des Unterstützungskommandos der Bundeswehr, zur Resilienz des Gesundheitswesens in Krisen- und Verteidigungsszenarien. Der Landesverband zieht aus dieser wie auch anderen Veranstaltungen klare Schlussfolgerungen und stellt konkrete Forderungen an die Politik.
Für den Hartmannbund Westfalen-Lippe steht fest: Investitionen in das Gesundheitssystem sind Investitionen in die Sicherheit unseres Landes. Zwar ist in den vergangenen Jahren einiges angestoßen worden, doch der Aufholbedarf bleibt erheblich. Der Landesverband fordert daher:
Der Landesvorsitzende, Dr. Hendrik Oen, betonte: „Besonders beeindruckend ist, wie die Ukraine zivile und militärische Versorgung inzwischen praktisch verzahnt hat. Ich gehe davon aus, dass beide Bereiche auch bei uns im Ernstfall enger zusammenwachsen werden, als viele heute annehmen – nicht zuletzt, weil wir künftig deutlich mehr ambulante Versorgung brauchen werden.
Das ist für uns Anlass genug, unser eigenes System kritisch zu hinterfragen und uns jetzt darauf vorzubereiten. Wir werden uns mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die notwendigen politischen Schritte jetzt folgen.”