Verantwortungsvoller Umgang mit KI in Praxis und Klinik gefordert

Landesdelegiertenversammlung verabschiedet Resolution zum verantwortungsvollen Umgang mit KI: Der Hartmannbund Hessen hat sich auf seiner Landesdelegiertenversammlung in Frankfurt mit dem verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz in Praxis und Klinik befasst. Im Anschluss an den Vortrag von Prof. Dr. Martin Hirsch verabschiedeten die Delegierten eine Resolution zum Umgang mit KI. Künstliche Intelligenz ist in vielen Bereichen der Medizin bereits Realität – von der automatisierten Dokumentation über die Unterstützung bei der Bilddiagnostik bis hin zur Auswertung großer Datenmengen und der Entscheidungsunterstützung. Ihr größtes Potenzial liegt darin, Routinetätigkeiten zu übernehmen und Ärztinnen und Ärzte von administrativen Aufgaben zu entlasten.

Dadurch könnten Freiräume für Anamnese, Untersuchung und das persönliche Gespräch mit den Patientinnen und Patienten entstehen. Entscheidend sind praxistaugliche Anwendungen mit einem klaren Nutzen für Patientinnen und Patienten sowie für die Beschäftigten im Gesundheitswesen. Dabei muss die Verantwortung für medizinische Entscheidungen auch künftig unteilbar bei den behandelnden Ärztinnen und Ärzten verbleiben.

Ärztliches Denken kann nicht durch algorithmische Empfehlungen ersetzt werden. In Praxis und Klinik eingesetzte KI-Systeme sollen zertifiziert sein und sich dabei den Regeln des Genfer Gelöbnisses unterwerfen. Digitale Kompetenzen müssen deshalb künftig selbstverständlich in Studium, Weiterbildung und Fortbildung verankert werden, ohne dass klinische Erfahrung und diagnostische Fähigkeiten an Bedeutung verlieren.

Dr. Carola Koch, stellvertretende Landesvorsitzende des LV Hessen, betonte, dass gerade angesichts der Herausforderungen der KI das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie gestärkt werden müsse.