Aktuelles

06.11.2020 // HARTMANNBUND-STIPENDIUM 2021

Hartmannbundstipendium für sehr gute Leistungen im Medizinstudium vergeben

Im live-online Videochat trafen sich Anfang November der Vorstand der Friedrich-Thieding-Stiftung gemeinsam mit Frau Krämer von der Bank Alpinum Liechtenstein mit den diesjährigen Preisträgern zur Vergabe des Hartmannbundstipendiums. Die beiden Preisträger überzeugten die Jury mit Ihren außerordentlichen Leistungen und ihrem großen ehrenamtlichen Engagement.

Frau Thi Minh-Thi Do studiert an der Charité Berlin und befindet sich derzeit vor dem Staatsexamen.

Neben den herausragenden Leistungen im Studium und ihrer außergewöhnlichen Zielstrebigkeit ihre beruflichen Träume zu verwirklichen, ist bei der Bewertung ihrer Bewerbung besonders ihr ehrenamtliches hochschulpolitisches und soziales Engagement aufgefallen.

Seit dem zweiten Semester ist sie Mitglied der Fachschaftsinitiative Medizin der Charité und führt u. a. als Peer-Mentorin des Mentoring Competence Centers Campustouren für Erstsemester durch, plant Kennlernabende, ist Tutorin und Ansprechpartnerin für jegliche Fragen.

Ihr Wunsch Kinderärztin zu werden, begleitet sie bereits seit dem ersten Semester. Daher ist die Mitarbeit im Teddybärenkrankenhaus ein Herzensprojekt. Als Teddyärztin behandelt sie die Kuscheltiere der Kinder und kann ihnen auf diese Weise die Scheu vor Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten nehmen.

Darüber hinaus setzt sie sich sehr intensiv für internationalen Austausch und Toleranz ein. An der New York University, die einen Außencampus in Berlin hat, gründete und leitet sie sowohl ein Sprachtrainings- als auch ein Kulturaustauschprogramm für amerikanische Studierende. Für die Plattform Medizinernachwuchs.de verfasst sie Artikel über die Möglichkeiten der Auslandserfahrungen für Medizinstudierende und begeistert als Schulpatin regelmäßig Schüler und Schülerinnen für internationale Schul- und Studienaustausche.

Auch international begleitet sie ihr ehrenamtliches Engagement weiter. So unterstützte sie als Junior Clinician während ihres Forschungsaufenthaltes in Harvard in einer ehrenamtlichen Klinik Ärztinnen und Ärzte bei der Behandlung von Patienten ohne Krankenversicherung. Zusätzlich hat sie bei der Harvard Medical and Dental Association die wöchentlichen Diskussionsrunden geleitet.

Über all dem zeitintensiven Engagement steht ihre große Liebe zur Musik. Als Pianistin und Preisträgerin bei „Jugend musiziert“ gibt sie seit vielen Jahren Benefizkonzerte zu Gunsten von Kindern, Kirchengemeinden, Schulen und Kliniken in Deutschland und den USA.

Ihr Praktisches Jahr möchte sie in den USA absolvieren. Mit der Zusage von der Stanford University School of Medicine für eine klinische Rotation geht für sie ein großer Traum auf dem Weg zur Kinderärztin in Erfüllung.

Herr Dario-Lucas Helbing studiert im 12. Semester an der Friedrich-Schiller Universität Jena.

Direkt nach dem Abitur begann er mit 17 Jahren sein Medizinstudium. Sein außerordentliches Interesse am Verständnis des menschlichen Gehirns, des menschlichen Geistes und entsprechender Pathologien hat seinen Wunsch Medizin zu studieren noch mehr verstärkt. Aus diesem Grund hat er im Studium zahlreiche Wahlfächer auf dem Gebiet der Neurowissenschaften belegt und zusätzlich an mehreren studienbegleitenden neurowissenschaftlichen Projekten im Labor von Helen Morrison am Leibniz-Institut für Altersforschung in Jena mitgearbeitet. Das große Interesse an der Forschung schlägt sich auch in seiner fertiggestellten Doktorarbeit nieder, die sich aktuell in Revision befindet.

Seit Beginn seines Studiums hat er sich in der Fachschaft engagiert und in verschiedenen Berufungskommissionen mitgewirkt. Darüber hinaus ist er Ansprechpartner und Univertreter des Hartmannbundes an der FSU Jena und kooptiertes Mitglied im Hartmannbund Landesverband Thüringen. Als gewähltes Mitglied im Beirat für Gleichstellungsfragen an der Universität Jena setzt er sich aktiv dafür ein, dass jüngere Medizinstudierende und kommende Jahrgänge exzellent ausgebildet werden. Besonders wichtig sind ihm die ausländischen Studierenden, die im Rahmen der Fluchtbewegung nach Deutschland gekommen sind und sich in Deutschland bestens integrieren möchten. In diesem Zusammenhang hat er bei dem vom Land Thüringen geförderten Projekt „Stay“ ein Histologietutorium für ausländische Medizinstudierende eigenständig aufgebaut, um auch diesen Studierenden ein nachhaltiges Erlernen der mikroskopischen Anatomie zu ermöglichen.

Seine bisher gesammelten Erfahrungen im akademischen Betrieb, sowie in der Forschung und auch die noch zu sammelnden Erfahrungen im gesundheitspolitischen Bereich möchte er nutzen, um sich zukünftig für nachhaltige und exzellente Gesundheitsversorgung einzusetzen.

In diesem Herbst hat er sein zweites Staatsexamen abgelegt und wird nun in das Praktische Jahr gehen.

 

13.11.2019 // HARTMANNBUND-STIPENDIUM 2020

Vergabe des Hartmannbundstipendiums für herausragende Leistungen im Medizinstudium und außerordentlichem ehrenamtlichen Engagement

Die Friedrich-Thieding-Stiftung hat während der Hauptversammlung des Hartmannbundes das Hartmannbund-Stipendium 2020 an Antonia Viazis und Thomas Campbell-James vergeben.

Antonia Viazis studiert an der Universität Witten-Herdecke und befindet sich derzeit im 7. Fachsemester. Seit dem zweiten Semester übt sie das Amt der Semestersprecherin ihres Jahrganges aus und ist darüber hinaus als Fachschaftsvorsitzende in sehr viele studentische Projekte involviert. Sehr wichtig ist ihr dabei der Austausch der Fakultät der Pflegewissenschaften mit der Fakultät der Humanmedizin zum Thema innerklinische Kommunikation zwischen Pflegenden und Ärzten. Sie setzt sich für einen praxisorientierten und alltagsnahen Modellstudiengang an ihrer Universität, als Teilnehmerin der Steuerungsgruppe für die Entwicklung und Gestaltung des Studienganges Humanmedizin an der Universität in Witten-Herdecke, ein.

Im Sommer 2017 hat sie mit viel Einsatz und Herzblut die Initiative „Herzergreifend“ gegründet. Diese setzt sich für eine nachhaltige Verbesserung der Laienreanimationsquote in Deutschland ein, indem sie Schüler im Rahmen des Schulunterrichtes in der Laienreanimation schult. Das nächste Ziel wird sein, diese wichtige Thematik in das Schulcurriculum in Deutschland zu integrieren und die Initiative in einen Verein umzuwandeln.

Über ihr ehrenamtliches Engagement hinaus finanziert sie ihr Studium und ihren Lebensunterhalt selbst mit einer Teilzeitstelle als Gesundheits- und Krankenpflegerin.

Thomas Campbell-James befindet sich im Praktischen Jahr an der Charitè in Berlin. Aufgewachsen in unterschiedlichen Ländern und Kontinenten war sein Interesse an der Entwicklungshilfe bereits vor dem Studium schon sehr ausgeprägt.

Ein besonderes Engagement übt er als Projektleiter des gemeinnützigen Studentenprojektes Healthcare for Change aus. Ein mehrstufiges Programm, das sich der gesundheitlichen und schulischen Entwicklung von knapp 1000 Schulkindern im Korogocho-Slum Nairobi einsetzt. Erste Erfolge waren unter anderem die Etablierung eines Schulkrankenschwesterbetriebes sowie ungefähr 400 neuerdings krankenversicherten Personen, die überwiegend HIV-infiziert sind.

Darüber hinaus vertritt er als Vorstandsvorsitzender den Verein Model United Nation Assoiation Munich e.V. (MUNAM e.V.), eine Initiative, die Studierende der Münchner Universitäten auf weltweit stattfindende Konferenzen vorbereitet und ihnen interkulturelle Kompetenzen nahebringt.

Universitär beschäftigt er sich aktuell mit seiner, durch den Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten, experimentellen Doktorarbeit am Institut für Schlaganfall und Demenzforschung. Sein besonderes Interesse gilt der Neurologie.

Neben seinen universitären und außeruniversitären Aktivitäten war er lange Zeit als Leistungsschwimmer auf nationaler Ebene aktiv.

Die Vergabe des Stipendiums erfolgt mit freundlicher Unterstützung der Bank Alpinum, Liechtenstein.

21.11.2018 // HARTMANNBUNDSTIPENDIUM 2019

Vergabe des Hartmannbundstipendiums für herausragende Leistungen im Medizinstudium und außerordentlichem ehrenamtlichen Engagement

Die Friedrich-Thieding-Stiftung hat während der Hauptversammlung des Hartmannbundes das Hartmannbund-Stipendium 2019 an Johanna Sophie Ellensohn und Cihan Atila vergeben.

Johanna Sophie Ellensohn studiert im 9. Fachsemester an der Universität Freiburg.

Ihr persönliches Anliegen ist es, sich für soziale Gerechtigkeit, faire Bildungschancen und eine gute Ausbildung für alle einzusetzen. Daher engagiert sie sich seit dem dritten Semester in der Arbeitsgemeinschaft Medizinische Ausbildung (AGMA) für die stetige Verbesserung und Weiterentwicklung des medizinischen Curriculums an ihrer Universität und verfolgt je nach Semester verschiedene Schwerpunkte. Darüber hinaus kämpft sie mit weiteren Studierenden öffentlichkeitswirksam für die Einrichtung einer universitären medizinischen Bibliothek. Auch die Promotionsbedingungen für Studierende an der Uni Freiburg ist für sie ein wichtiges Thema, das sie regelmäßig in der fakultätseigenen „Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlichkeit“ mit einbringt. 2018 ist sie als studentisches Mitglied in die universitätsweite Senatskommission für Studium und Lehre gewählt worden.

Aber nicht nur ein hochschulpolitisches Engagement zeichnet Johanna Ellensohn aus, auch ihr soziales Engagement ist herausragend. Neben aktiven Mitgliedschaften in der studentischen internationalen Non-Governmental Organisation UAEM, die sich weltweit für einen gerechten Zugang zu Medikamenten einsetzt, hat sie sich während ihres Studiums auch bei der evangelischen Sozialstation Freiburg in der Nachbarschaftshilfe engagiert.

Seit 2016 finanziert sie ihr Studium als Angestellte bei dem Freiburger Start Up-Unternehmen Meditricks, die Merkbilder erstellen, die als Lernhilfe beim langfristigen Memorisieren von Medizinwissen dienen sollen. Darüber hinaus ist sie aktives Mitglied im Verein „Interkulturelles Theater Freiburg“.

Cihan Atila studiert im 10. Semester an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen.

Als dreijähriger ist er mit den Eltern aus der Türkei geflüchtet, um in Deutschland Asyl zu suchen. Ständige Wohnungs- und Schulwechsel prägten seine ersten Schuljahre. Trotz aller Schwierigkeiten und Hürden war es sein angestrebtes Ziel, Medizin zu studieren.

Neben seinen herausragenden Leistungen im Studium zeichnet ihn besonders sein soziales Engagement aus.

Schon in der Vorklinik, die er an der Universität in Greifswald absolvierte, setzte er sich als Semestersprecher für die Interessen und Bedürfnisse seiner Kommilitonen ein. Insbesondere für die internationalen Studierenden bot er sich als Tutor an, um die sprachlich-fachlichen Hürden dieser Studierenden zu überwinden. Als Vorsitzender des Arbeitskreises „Internationale Kommunikation und Aktivitäten“ an der Universität in Tübingen setzte er dieses Engagement fort, um den ausländischen Studierenden beim Einstieg in das Medizinstudium zu helfen.

Darüber hinaus setzt er sich insbesondere für geflüchtete Menschen ein. In der Flüchtlingshilfe in Efringen-Kirchen bereits sehr aktiv, liegt ihm besonders sein aktuelles Projekt der Aufbau eines Waisenhauses für verwaiste Mädchen in der Türkei am Herzen. Der Besuch eines Flüchtlingscamps an der türkisch-syrischen Grenze hat dieses Projekt ins Leben gerufen. Die Hilfs- und Schutzlosigkeit vieler verwaister Kinder im Camp hat ihn motiviert, das Haus seiner verstorbenen Großeltern in der Nähe des Camps mit Hilfe von Familie und Freunden umzubauen und dieses Waisenhaus zu gründen. Voraussichtlich werden Anfang des Jahres 2019 acht verwaiste Mädchen in das Haus einziehen können. Bereits im Sommer konnten die Kinder eine Art Summerschool im Haus besuchen, die er mit Freunden und Nachbarn vor Ort organisierte. In der Hoffnung den Kindern Schutz, Sicherheit und Hoffnung zu schenken, möchte er sein Projekt weiter ausbauen und in Zukunft mit Hilfsorganisationen in Deutschland zusammenarbeiten.

Die Vergabe des Stipendiums erfolgt mit freundlicher Unterstützung der Bank Alpinum, Liechtenstein.

24.05.2018 // FRIEDRICH-THIEDING-STIFTUNG

Neuwahlen der Gremien

Der Geschäftsführende Vorstand des Hartmannbundes hat gem. § 8 Nr. 1 der Satzung das Kuratorium der Friedrich -Thieding-Stiftung im Dezember 2017 neu benannt. Dr. med. Stefan Schröter, stell. Vorsitzender des Hartmannbundes wurde als Vorsitzender des Kuratoriums im Amt bestätigt. Alle weiteren Mitglieder des Gremiums wurden ebenfalls im Amt bestätigt. Die Zusammensetzung des Kuratoriums finden Sie hier.

Die Wahl des Vorstandes der Stiftung erfolgte durch das Neubenannte Kuratorium Anfang des Jahres 2018. Der Vorsitzende des Vorstandes Klaus Rinkel sowie der stell. Vorsitzende Klaus Peter Schaps und der Beisitzer Prof. Dr. Volker Harth wurden ebenfalls im Amt bestätigt.

Die Amtszeit der beiden Gremien beträgt 4 Jahre.