Digitalisierung: Tools bringen Praxen Entlastung, müssen aber zum Alltag passen

Digitale Tools wie eine KI-gestützte Dokumentation werden von Arztpraxen nicht nur genutzt, sondern bringen diesen oftmals auch spürbare Entlastung. Das ergab eine Umfrage im Rahmen des Praxiskompasses des PKV-Instituts, an der mehr als 1.600 Mitarbeitende aus Hausarzt-, Facharzt- und Zahnarztpraxen teilgenommen haben.

Demnach hat jede fünfte Arztpraxis in den vergangenen zwölf Monaten mindestens eine Digitalisierungsmaßnahme ergriffen, beispielsweise die Installation einer entsprechenden Software wie einer Sprach-zu-Text-Dokumentation. Und das sorgt für Entlastung. Am deutlichsten ist diese im Bereich der Dokumentation spürbar – mehr als jede zweite Praxis berichtet dabei über Erleichterungen durch Digitalisierung. Für im Schnitt knapp vier von zehn Befragten gilt dies auch beim Termin- und Kapazitätsmanagement, für rund ein Drittel auch bei der Patientenaufnahme und Verwaltung. So werden bis zu 15 Minuten pro Patient:in durch digitale Tools eingespart. In mehr als der Hälfte der Praxen ist beispielsweise eine Terminvereinbarung per Mail oder online möglich.

Wer bisher noch keine digitalen Tools und Prozesse nutzt, führt dies oftmals auf Zeitmangel und/oder fehlende Erfahrung zurück. Doch auch unklare Prozesse und ein fehlender Überblick über passende Tools sind Ursachen, warum die Digitalisierung in einigen Praxen noch keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Um digitale Lösungen erfolgreich einzuführen und auch zu nutzen, greifen laut den Teilnehmenden außerdem bestimmte Voraussetzungen. So braucht es demnach klare Prozesse und digitale Lösungen, die zu den Abläufen der jeweiligen Praxis passen, wie die Ergebnisse laut dem PKV-Institut verdeutlichen. Hinzukommt, dass die Einführung sorgfältig geplant und kommuniziert werden sollte. Oftmals übernimmt in der Praxis dabei eine Person dafür die Verantwortung.

Mehr zur Umfrage gibt es unter: Praxiskompass | PKV Institut