Künstliche Intelligenz (KI) – Arzt ist erste Anlaufstelle

Künstliche Intelligenz (KI) sollte nicht die erste Anlaufstelle für Patienten sein. Lediglich rund fünf Prozent der Befragten sehen KI in dieser Funktion als sinnvoll an, hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des privaten Krankenversicherers Debeka ergeben. Mehr als vier von zehn Befragten betrachten KI hingegen als mögliche Unterstützung im Arztalltag.

Möglichkeiten zur Unterstützung sehen die Befragten insbesondere beim Auswerten von Befunden oder Laborwerten. Gefragt ist KI bei Patientinnen und Patienten vor allem dort, wo es um überschaubare Fragen geht: bei Präventionsthemen wie Ernährung (20,5 Prozent) oder beim Einordnen leichter Symptome wie einer Erkältung (18,4 Prozent). Klare Grenzen ziehen Patienten hingegen bei akuten Notfällen wie Brustschmerzen oder Atemnot: Rund ein Viertel der Befragten will KI hier ausdrücklich nicht einsetzen. Auch bei Krebsdiagnosen, psychischen Krisen und bei Kindern oder in der Schwangerschaft sollte der Mensch nach Ansicht der Umfrageteilnehmer gefragt bleiben.