Mein Name ist Eldar Tuktarov. Ich bin 22 Jahre alt, studiere im 7. Semester Medizin an der Universität Duisburg-Essen und bin Stipendiat des Hartmannbundes für 2026. 2021 kam ich als russischer Schulabsolvent allein nach Deutschland, um mir den Traum eines Medizinstudiums zu erfüllen; seit 2022 studiere ich in Essen. Alle bisherigen Prüfungen habe ich im ersten Versuch bestanden. Ich schätze das Lehrangebot meiner Fakultät, besuche konsequent Vorlesungen und ergänze sie durch freiwillige Kurse und Workshops, die mein Fachwissen und meine praktischen Fähigkeiten vertiefen.
Früh habe ich Verantwortung übernommen: Seit März 2024 habe ich zweimal das Chemie-Fachtutorium für jüngere Semester geleitet. Zudem betreue ich den Ultraschallversuch im Physikpraktikum für Medizinstudierende – zuletzt im vergangenen Wintersemester und erneut im aktuellen. Parallel promoviere ich an der Augenklinik des Universitätsklinikums Essen. In meiner Forschung untersuche ich die Effekte von Augenmuskeloperationen bei Patientinnen und Patienten mit endokriner Orbitopathie, mit dem Ziel, die chirurgische Therapie weiter zu verbessern.
Engagement über die Universität hinaus ist mir ebenso wichtig. Am Oberhausener Hauptbahnhof unterstütze ich im Verein „Solidarität im Ruhrgebiet“ regelmäßig Essensausgaben für Menschen in Not – bei Sonne wie Regen. Eine solidarische Gesellschaft, in der alle gesehen und wertgeschätzt werden, ist Voraussetzung für eine lebenswerte Zukunft. Auch für den Umwelt- und Klimaschutz setze ich mich ein: Bei Greenpeace Mülheim-Oberhausen organisiere ich Aktionen, übernehme Öffentlichkeitsarbeit auf Instagram und motiviere Menschen, selbst aktiv zu werden.
Seit Juli 2025 vertrete ich als fraktionsloses Mitglied im Studierendenparlament die Interessen meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen. Das Hartmannbund-Stipendium verschafft mir Freiräume für das Studium, das gesellschaftliche Ehrenamt und Forschung. Ich freue mich darauf, mich weiter einzubringen und mitzugestalten – in der Medizin und in der Gesellschaft.
Eldar Tuktarov und Mit-Stipendiatin Hava Celik
