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Medizinstudium 2020

Mitreden, mitentscheiden!

Aktuell arbeiten die Bundesregierung und die Bundesländer an einer Reform des Medizinstudiums, dem sogenannten „Masterplan Medizinstudium 2020“, der unter anderem Maßnahmen für eine zielgerichtete Auswahl der Studienplatzbewerber, zur Förderung der Praxisnähe und zur Stärkung der Allgemeinmedizin im Studium aufzeigen soll.

Wir haben uns bereits im Vorfeld bei euch umgehört, um eure Meinung zu der geplanten Reform zu erfahren: Soll die Ausbildung in Zukunft wissenschaftlicher sein oder ist mehr Praxisbezug der bessere Weg? Und wie steht ihr zu einem PJ-Pflichtabschnitt in der Allgemeinmedizin oder in anderen ambulanten Bereichen? Diese und weitere Themen wie Zulassungsverfahren, Promotion und verpflichtende wissenschaftliche Forschungsarbeit haben uns bei der Hartmannbund-Umfrage zum Masterplan Medizinstudium 2020 interessiert (siehe Kasten rechts).

Moritz Völker, Wenke Wichmann, Theodor Uden, Dr. Renate Loskill (Bundesministerium für Bildung und Forschung), Antje Beppel (BMG), Dr. Volker Grigutsch (BMG)Mehr als 7.500 Medizinstudierende haben an unserer Umfrage teilgenommen, die medial und auch in der Politik auf ein großes Echo gestoßen ist. Der Hartmannbund wurde mit Eurer Meinung unmittelbar in den Reformprozess einbezogen: Wir wurden zum Beispiel eingeladen, die Umfrage-Ergebnisse im Bundesgesundheitsministerium zu präsentieren. In einem intensiven Fachgespäch in Bonn konnten wir die Wünsche und Ideen der angehenden Ärztegeneration darlegen und somit auf die Reformpläne wesentlichen Einfluss nehmen – denn noch ist der von der Bundesregierung angekündigte „Masterplan Medizinstudium 2020“ in der Entwicklung (im Bild v.l.n.r.: Moritz Völker, Wenke Wichmann, Theodor Uden, Dr. Renate Loskill vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie Antje Beppel und Dr. Volker Grigutsch, beide vom Bundesgesundheitsministerium). Auch weiterhin bleiben wir am Ball und kämpfen dafür, dass unsere und Eure Forderungen, Wünsche und Vorstellungen umgesetzt werden.

Mit „Rückenwind“ aus euren Reihen lehnen wir die Forderung nach einem PJ-Pflichtabschnitt in der Allgemeinmedizin klar ab. Statt eines weiteren Pflichttertials befürworten wir ein Modell aus zwei Pflichtquartalen und zwei Wahlquartalen, damit Studierende die Chance haben, mehrere Fächer vertiefend kennenzulernen. Ebenso lehnen wir die Einführung einer verpflichtenden wissenschaftlichen Forschungsarbeit ab. Die wissenschaftliche Kompetenz muss vielmehr durch adäquate Lehrveranstaltungen gestärkt werden. Dies gilt im Übrigen auch für den Praxisbezug, der aus unserer Sicht sehr viel früher im Studium und intensiver einsetzen muss.

Im Zuge der Erstellung des „Masterplan Medizinstudium 2020“ wurden wir im Juli 2015 von der Bundesregierung aufgefordert, Stellung zu den drei Themenbereichen zielgerichtete Auswahl der Studienplatzbewerber, Förderung der Praxisnähe und Stärkung der Allgemeinmedizin im Studium zu nehmen. Dies haben wir in einer sehr umfassenden Stellungnahme getan (siehe Kasten rechts). Im nächsten Schritt werden im Herbst dieses Jahres Expertengespräche stattfinden. Im Sommer 2016 soll der „Masterplan Medizinstudium 2020“ vorliegen.

"Wir müssen lernen, mit einem Ärztemangel umzugehen."

Dr. Philipp Ascher, Vorsitzender des LV Bayern und Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands, spricht sich im Interview mit den "Münchener Ärztlichen Anzeigen" gegen eine Landarztquote und Pflichtabschnitte im PJ aus:

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Es gibt viele gute Gründe für eine Mitgliedschaft im Hartmannbund – dem Verband für alle Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierende.

 

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